Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung des Unterhautfettgewebes, die fast ausschließlich Frauen betrifft.
Charakteristisch sind eine disproportionale und symmetrische Fettgewebsvermehrung an den Extremitäten sowie körperliche Beschwerden wie:
Typischerweise sind beide Beine in ähnlicher Weise betroffen. Die Erkrankung kann außerdem an den Armen auftreten.
Wichtig ist die Abgrenzung zu einer rein optischen Fettverteilungsstörung: Eine disproportionale Fettverteilung ohne entsprechende Beschwerden wird medizinisch nicht als Lipödem bezeichnet.
Ein Lipödem wird nicht durch Übergewicht verursacht.
Gleichzeitig können Lipödem und Adipositas gemeinsam auftreten. In diesem Fall ist es sinnvoll, beide Erkrankungen getrennt zu betrachten und zu behandeln.
Eine Liposuktion bei Lipödem ist ausdrücklich keine Methode zur Gewichtsreduktion. Sie dient dazu, das krankhaft vermehrte Fettgewebe der betroffenen Extremitäten zu reduzieren.
| Aspect | Lipedema | Lymphoedema |
|---|---|---|
| Ursache | vermehrtes Unterhautfettgewebe, Ursache nicht geklärt | gestörter Lymphabfluss, angeboren oder erworben, häufig nach Tumor- oder Lymphknotenoperationen |
| Verteilung | immer symmetrisch, beide Beine oder beide Arme | meist einseitig, an der geschädigten Seite |
| Hände und Füße | nicht betroffen | betroffen, oft zuerst |
| Beschwerden | Druck- und Berührungsschmerz, Schweregefühl | Spannungsgefühl und Schwere, seltener Schmerz |
| Delle und Hautfalte | Fingerdruck hinterlässt meist keine Delle, die Hautfalte über den Zehen lässt sich abheben | Fingerdruck hinterlässt anfangs eine Delle, später ist die Hautfalte über den Zehen nicht mehr abhebbar |
| Treatment | Kompression gegen den Schmerz, Liposuktion | Entstauungstherapie, mikrochirurgische Verfahren, ergänzend Liposuktion |
Beide Erkrankungen können nebeneinander bestehen. Wir behandeln beide und klären in der Untersuchung, was bei Ihnen vorliegt. Mehr dazu auf unserer Seite zur Lymphödem-Behandlung.
Advantages · Who is it for? · Was ist ein Lipödem? · Treatment · Liposuction · Procedure · Aftercare Timeline · Risks · Kosten & Krankenkasse · Alternatives · Team · FAQ · Date
Vielleicht kennen Sie das Gefühl: Ihre Beine fühlen sich schwer an, reagieren empfindlich auf Berührung oder Druck und schmerzen – obwohl Sie sich bewegen, auf Ihre Ernährung achten und bereits vieles ausprobiert haben. Gleichzeitig wirken Beine und Körpermitte zunehmend unproportional zueinander.
Viele Patientinnen haben zu diesem Zeitpunkt bereits einen langen Weg hinter sich. Häufig werden die Beschwerden zunächst mit Übergewicht, Wassereinlagerungen oder mangelnder Bewegung erklärt. Ein Lipödem ist jedoch eine eigenständige chronische Erkrankung des Fettgewebes.
Für uns steht deshalb nicht eine bestimmte Kleidergröße im Mittelpunkt, sondern Ihre Beschwerden und Ihre Lebensqualität.
Eine Liposuktion bei Lipödem kann krankhaft vermehrtes Fettgewebe gezielt reduzieren und dadurch Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Schweregefühl und Bewegungseinschränkungen deutlich verbessern.
Unser Ziel ist dabei nicht, Sie einem Schönheitsideal anzupassen. Wir möchten Ihnen helfen, sich wieder freier zu bewegen, weniger Beschwerden zu haben und sich in Ihrem eigenen Körper wohler zu fühlen.
Medically reviewed ✓
Written by Dr. med. Zeynep Potente
Board-Certified Specialist in Plastic and Aesthetic Surgery
✓ Member of the DGPRÄC (German Society of Plastic, Reconstructive, and Aesthetic Surgeons)
EBOPRAS – European Board of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery - ebopras.eu
✓ Over 20 years of experience in plastic surgery
✓ Erfahrung in Lipödemchirurgie und Lymphologie
📅 Last updated: 31. August 2026
⭐⭐⭐⭐⭐ 5.0 on Google · over 300 more reviews on Jameda
✓ Member of the DGPRÄC (German Society of Plastic, Reconstructive, and Aesthetic Surgeons)
✓ Our own certified operating rooms in Frankfurt and Oberursel
✓ Weniger Schmerzen – Druck-, Berührungs- und Spontanschmerzen können deutlich reduziert werden
✓ Weniger Schweregefühl – Viele Patientinnen empfinden ihre Beine nach der Behandlung als leichter und beweglicher
✓ Greater freedom of movement – Die Volumenreduktion kann Bewegung, Sport und alltägliche Aktivitäten erleichtern
✓ Harmonischere Proportionen – Das krankhaft vermehrte Fettgewebe an Beinen und gegebenenfalls Armen wird gezielt reduziert
✓ Langfristige Verbesserung – Die entfernten Fettzellen bilden sich nicht einfach neu; das Lipödem selbst gilt dennoch als chronische Erkrankung
✓ Lymphgefäßschonende Technik – Die Liposuktion wird speziell auf die Anforderungen des Lipödems abgestimmt
✓ Individuelle Behandlung – Je nach Ausprägung können mehrere Körperregionen und mehrere operative Sitzungen erforderlich sein
✓ Verbesserung der Lebensqualität – Das eigentliche Ziel der Behandlung ist eine nachhaltige Reduktion der Beschwerden
Typische Beschwerden eines Lipödems sind Berührungs- und Druckschmerzen, Spontanschmerzen sowie ein ausgeprägtes Spannungs- oder Schweregefühl in den betroffenen Extremitäten.
Die Fettverteilung ist dabei typischerweise symmetrisch. Besonders häufig betroffen sind Hüften, Oberschenkel, Kniebereiche und Unterschenkel. Auch die Arme können betroffen sein. Hände und Füße bleiben beim klassischen Lipödem in der Regel ausgespart.
Kompression, Bewegung, Physiotherapie und weitere konservative Maßnahmen können Beschwerden reduzieren und bleiben wichtige Bestandteile eines individuellen Behandlungskonzeptes.
Wenn die Symptome trotz konsequenter konservativer Therapie deutlich bestehen bleiben, kann eine operative Fettgewebsreduktion sinnvoll sein.
Bei stärker ausgeprägtem Lipödem können große Fettgewebsvolumina die Beweglichkeit beeinträchtigen. Haut-auf-Haut-Reibung, Beschwerden beim Gehen oder Veränderungen der Beinachse können zusätzlich auftreten.
Eine Liposuktion kann hier nicht nur die Körperkontur verändern, sondern insbesondere funktionell entlasten.
Nicht jede Umfangsvermehrung der Beine ist ein Lipödem.
Ähnliche Veränderungen können beispielsweise durch Adipositas, ein Lymphödem, venöse Erkrankungen oder andere Fettverteilungsstörungen entstehen. Deshalb steht vor jeder operativen Behandlung eine sorgfältige Diagnostik.
Auch Begleiterkrankungen, das aktuelle Gewicht, Medikamente, Gefäßerkrankungen und mögliche zusätzliche Ödeme müssen berücksichtigt werden.
Die Therapie richtet sich nach Ihren individuellen Beschwerden.
Zu den konservativen Möglichkeiten gehören unter anderem:
Diese Maßnahmen können die Symptome lindern, entfernen das krankhaft vermehrte Fettgewebe jedoch nicht.
Bei ausgeprägten und anhaltenden Beschwerden kann die operative Reduktion des erkrankten Fettgewebes sinnvoll sein.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Fett abzusaugen. Entscheidend ist eine kontrollierte, gleichmäßige und möglichst lymphgefäßschonende Reduktion.
Vor dem Eingriff werden die zu behandelnden Regionen im Stehen sorgfältig untersucht und angezeichnet.
Anschließend wird eine spezielle Flüssigkeit in das Unterhautfettgewebe eingebracht. Über kleine Hautzugänge wird das krankhaft vermehrte Fettgewebe anschließend kontrolliert abgesaugt.
Bei der Behandlung eines Lipödems ist eine besonders gewebe- und lymphgefäßschonende Technik wichtig. Hierfür kommen beispielsweise vibrationsassistierte oder wasserstrahlassistierte Verfahren infrage.
Die Kanülen werden möglichst parallel zum Verlauf der Lymphbahnen geführt.
Ein Lipödem betrifft häufig große Flächen an beiden Beinen. Diese sollten nicht zwangsläufig in einer einzigen Operation vollständig behandelt werden.
Je nach Ausprägung teilen wir die Behandlung deshalb auf mehrere Eingriffe auf.
Mögliche Regionen sind beispielsweise:
Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, lässt sich erst nach einer persönlichen Untersuchung seriös beurteilen.
Am Anfang steht eine ausführliche Untersuchung.
Wir möchten wissen:
Anschließend besprechen wir gemeinsam, ob eine Liposuktion für Sie sinnvoll ist und welche Regionen in welcher Reihenfolge behandelt werden sollten.
Am Operationstag werden die zu behandelnden Areale erneut angezeichnet.
Nach Einbringen der Tumeszenzlösung wird das Fettgewebe mit feinen Kanülen gleichmäßig reduziert. Dabei achten wir sowohl auf eine möglichst lymphgefäßschonende Vorgehensweise als auch auf harmonische Übergänge zwischen den einzelnen Körperregionen.
Die Dauer der Operation richtet sich nach Umfang und Region.
Je nach Umfang kann eine Liposuktion in Tumeszenz-Lokalanästhesie oder in Allgemeinanästhesie durchgeführt werden.
Bei umfangreicheren Behandlungen bevorzugen wir in der Regel eine kontrollierte Narkose, damit die Operation für Sie möglichst komfortabel und sicher durchgeführt werden kann.
Unsere Fachärztin für Anästhesie begleitet Sie während des Eingriffs.
The First 48 Hours
Schwellungen, ein Spannungsgefühl und Blutergüsse sind nach einer Liposuktion normal.
Die Beine können sich zunächst sogar umfangreicher anfühlen als vor der Operation. Dieser Effekt entsteht durch Operationsflüssigkeit und postoperative Schwellung.
Bereits früh beginnen Sie mit vorsichtiger Mobilisation. Bewegung unterstützt die Durchblutung und senkt das Thromboserisiko.
Die verordnete Kompressionskleidung wird konsequent getragen.
Tag 3–7
Die ersten Schwellungen beginnen langsam zurückzugehen.
Normale Alltagsbewegungen und Spaziergänge sind erwünscht, körperliche Belastungen sollten jedoch noch vermieden werden.
Je nach Umfang der Behandlung können Druckempfindlichkeit, Muskelkatergefühl und kleinere Verhärtungen auftreten.
Woche 2–3
Viele Patientinnen sind bei weniger körperlich belastender Arbeit wieder arbeitsfähig.
Die Beweglichkeit verbessert sich zunehmend. Restschwellungen und Verhärtungen sind jedoch weiterhin normal.
Die Kompression wird entsprechend unserem individuellen Nachsorgeplan weitergetragen.
Woche 4–6
Der Alltag normalisiert sich zunehmend.
Sportliche Belastungen können nach ärztlicher Rücksprache schrittweise gesteigert werden. Intensive Belastungen sollten erst wieder aufgenommen werden, wenn die Heilung ausreichend fortgeschritten ist.
Monat 3–6
Das Gewebe wird zunehmend weicher und die endgültige Kontur zeichnet sich ab.
Restschwellungen können mehrere Monate benötigen, bis sie vollständig verschwunden sind. Das endgültige Ergebnis beurteilen wir deshalb nicht unmittelbar nach der Operation.
Eine Liposuktion bei Lipödem ist ein chirurgischer Eingriff und kann trotz sorgfältiger Planung mit Risiken verbunden sein.
Häufig und meist vorübergehend
Seltener
Selten, aber relevant
Die Wahl einer geeigneten Operationstechnik, eine sorgfältige Indikationsstellung und eine strukturierte Nachsorge sind deshalb besonders wichtig.
Die Kosten hängen unter anderem davon ab:
Nach der persönlichen Untersuchung erhalten Sie einen individuellen Behandlungs- und Kostenplan.
Die Liposuktion bei medizinisch diagnostiziertem Lipödem ist unter definierten Voraussetzungen Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung.
Entscheidend ist dabei nicht allein eine frühere Einteilung in Stadium I, II oder III, sondern die medizinische Indikation und die Einhaltung der geltenden Qualitätsvoraussetzungen.
Eine automatische Kostenübernahme besteht deshalb nicht bei jeder Fettabsaugung oder jeder Fettverteilungsstörung.
Wir besprechen mit Ihnen, welche Voraussetzungen in Ihrem konkreten Fall erfüllt sein müssen und welche Unterlagen gegebenenfalls erforderlich sind.
Je nach Beschwerden kommen unter anderem infrage:
Diese Maßnahmen können Beschwerden reduzieren, das Lipödem-Fettgewebe selbst jedoch nicht entfernen.
Bei sehr ausgeprägtem Lipödem kann nach einer erfolgreichen Volumenreduktion überschüssige Haut zurückbleiben.
In ausgewählten Fällen kann später beispielsweise eine Oberschenkel- or Upper Arm Lift sinnvoll sein.
Ob dies notwendig ist, lässt sich meist erst nach vollständiger Abheilung der Liposuktion beurteilen.
Nein. Für die Diagnose eines Lipödems reicht eine disproportionale Fettverteilung allein nicht aus. Charakteristisch sind zusätzlich Beschwerden wie Druck-, Berührungs- oder Spontanschmerzen sowie Schweregefühl.
Nein. Gewichtsverlust kann bei gleichzeitig bestehendem Übergewicht gesundheitlich sehr sinnvoll sein. Das für das Lipödem typische Fettgewebe an den Extremitäten reagiert jedoch häufig anders als normales Speicherfett. Eine Liposuktion ist gleichzeitig keine Methode zur allgemeinen Gewichtsabnahme.
Das Lipödem gilt als chronische Erkrankung und wird durch eine Liposuktion nicht im eigentlichen Sinne geheilt. Die Menge des erkrankten Fettgewebes kann jedoch deutlich reduziert werden. Dadurch können insbesondere Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Schweregefühl und Bewegungseinschränkungen langfristig abnehmen.
Das hängt vom individuellen Befund ab. Bei einem zusätzlich vorhandenen Ödem kann eine Entstauung vor der Operation sinnvoll sein. Liegt kein klinisches Ödem vor, ist eine solche Vorbehandlung nicht automatisch erforderlich.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei großflächigem Lipödem der Beine sind häufig mehrere Operationen sinnvoll. Die genaue Anzahl hängt von Körperregion, Ausprägung, Körpergewicht und medizinischer Sicherheit ab.
Beim klassischen Lipödem bleiben die Füße in der Regel ausgespart. Eine Schwellung des Fußes kann deshalb ein Hinweis darauf sein, dass zusätzlich oder stattdessen eine andere Erkrankung – beispielsweise ein Lymphödem – vorliegt.
Nach kleineren Behandlungen kann eine Rückkehr zu leichter Bürotätigkeit vergleichsweise früh möglich sein. Nach umfangreichen Liposuktionen benötigen Sie mehr Zeit. Wir geben Ihnen nach der Operationsplanung eine realistische Einschätzung für Ihre persönliche Ausfallzeit.
Spaziergänge und leichte Bewegung sind früh erwünscht. Mit intensiverem Sport sollten Sie warten, bis Schwellungen und Wunden ausreichend abgeheilt sind. Die Belastung wird anschließend schrittweise gesteigert.
Die Dauer richtet sich nach Umfang der Operation, Heilungsverlauf und individuellem Befund. Sie erhalten von uns einen persönlichen Nachsorgeplan.
Eine medizinisch indizierte Liposuktion bei Lipödem kann unter den geltenden Voraussetzungen Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung sein. Ob diese Voraussetzungen bei Ihnen erfüllt sind, klären wir individuell.
Behandlungsziel: Reduktion von Schmerzen, Beschwerden und krankhaft vermehrtem Fettgewebe
Behandlungsregionen: Vor allem Beine, gegebenenfalls Arme
Operationsmethode: Gewebe- und lymphgefäßschonende Liposuktion
Anesthesia: Je nach Umfang Tumeszenz-Lokalanästhesie oder Allgemeinanästhesie
Anzahl der Eingriffe: Individuell, bei größeren Befunden häufig mehrere Sitzungen
Hospitalization: Je nach Behandlungsumfang ambulant oder stationär
Incapacity for work: Abhängig vom Umfang der Operation und beruflicher Tätigkeit
Kompression: Für mehrere Wochen nach individuellem Nachsorgeplan
Sport: Schrittweise nach ausreichender Abheilung
Final result: Nach vollständigem Rückgang der Schwellung über mehrere Monate
Kassenleistung: Bei medizinischer Indikation und Erfüllung der geltenden Voraussetzungen möglich
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