Was bedeutet Brustrekonstruktion durch Implantat
Bei der Brustrekonstruktion mit Implantat wird die Brust nach einer Brustdrüsenentfernung mit einem Silikonimplantat wiederaufgebaut – als Alternative zum Wiederaufbau mit Eigengewebe. Sie eignet sich besonders, wenn der Hautmantel der Brust erhalten werden konnte.
Ist die Brustdrüse nach einer Brustkrebsoperation entfernt, besteht eine angeborene Asymmetrie oder Fehlbildung der Brust, besteht die Möglichkeit die Brust durch ein Silikonimplantat zu ersetzen. Ebenso ist die Brustrekonstruktion mit einem Implantat eine Alternative zu Eigengewebe. Insbesondere wenn ein Simultanaufbau der Brust bei einer subkutanen Brustdrüsenentfernung bei Brustkrebs, Vorstufe des Brustkrebses oder eine prophylaktische Brustdrüsenentfernung notwendig ist.
Bei Patientinnen bei denen eine Brustentfernung mit der Haut (Ablatio) erfolgte, ist es möglich die Haut über dem Implantat vorher mit einem Brustexpander zu dehnen („Expandieren“). Somit kann ein geeignetes Implantatlager und eine natürliche Form der neuen Brust geschaffen werden.
Wir verwenden nur qualitativ hochwertige Implantate von den marktführenden Herstellern für Silikonimplantate.
Informationen zum operativen Eingriff
Vor dem Eingriff legen wir die gewünschte Brustgröße fest. Hierbei berücksichtigen wir auch die Form der Brust, um die Implantatform ebenfalls anzupassen. Nach Bildung des Implantatlagers kann das gewählte Implantat in die Brust eingebracht werden. Eine Spülung der Wundhöhle für einige Tage nach der Operation kann notwendig werden um das Risiko einer postoperativen Kapselbildung zu reduzieren.
Ist es notwendig vorher die Haut zu dehnen, wird der Brustexpander ebenfalls nach Bildung des Implantatlagers in die Brust eingebracht. Es dauert mehrere Wochen um den Brustexpander auf die gewünschte Größe der Brust aufzufüllen. Anschließend wird in einem weiteren kurzenEingriff der Brustexpander gegen ein definitives Implantat ausgetauscht.
Klinikaufenthalt und Anästhesie
Die Behandlung erfordert einen stationären Krankenhausaufenthalt von 5 Tagen und wird in Allgemeinnarkose durchgeführt.
Kostenübernahme
Ein medizinisch begründeter Brustwiederaufbau nach einer Brustkrebserkrankung ist in der Regel eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen; dazu zählt auch die Angleichung der gesunden Gegenseite.
Weitere Verfahren der Brustrekonstruktion
Neben dem Implantat ist der Wiederaufbau mit Eigengewebe (etwa DIEP-Lappen oder FCI-/Gracilis-Lappen) oder ergänzend mit Eigenfett (Lipofilling) möglich. Einen Überblick bietet die Seite Brustrekonstruktion.
Brustrekonstruktion mit Implantat in Frankfurt
Die Beratung und Planung findet in unserer Praxis in Frankfurt am Goetheplatz statt – in enger Abstimmung mit der onkologischen Behandlung. Vereinbaren Sie gern ein persönliches, unverbindliches Gespräch.
Häufige Fragen
Ist immer ein Expander nötig?
Nein. Ein Expander wird vor allem dann eingesetzt, wenn nach einer Brustentfernung mit Haut (Ablatio) zunächst der Hautmantel gedehnt werden muss. Konnte die Haut erhalten werden, ist oft ein direkter Aufbau mit Implantat möglich.
Implantat oder Eigengewebe – was ist besser?
Beide Wege haben ihre Stärken: Das Implantat ist weniger aufwendig und bietet sich bei erhaltenem Hautmantel an; Eigengewebe liefert ein besonders natürliches, dauerhaftes Ergebnis ohne Fremdmaterial. Die Wahl hängt von Ihrem Befund und Ihren Wünschen ab.