Aus dem OP · Bauch
Kommt der Nabel bei einer Bauchdeckenstraffung ab? Wird er versetzt? Das fragen viele Patientinnen in der Beratung. Dr. med. Zeynep Potente beantwortet die Frage direkt nach einem Eingriff, am Gewebe, das sie gerade entnommen hat. Sie zeigt, wo sie den Nabel umschnitten hat, und erklärt, warum er trotzdem an seinem Platz geblieben ist.
Hinweis: Das Video ist im Operationssaal aufgenommen. Es zeigt ein entnommenes Gewebestück mit Blut und am Ende Aufnahmen der Patientin vor und nach dem Eingriff. Es dient der Aufklärung über den Eingriff und stellt keine Werbung für ein bestimmtes Ergebnis dar. Reel auf Instagram ansehen ↗
Das Stück auf der grünen Abdeckung ist der Unterbauch einer Patientin: Haut und Fettgewebe, die bei der Straffung entfernt wurden. Dr. Potente zeigt die Ränder. Unten liegt der Schambereich, seitlich liegen die Leisten, oben der Oberrand der Resektion, also die Linie, bis zu der Gewebe herausgenommen wurde.
Eine Stelle ist mit „Nabel“ beschriftet. Dort hat Dr. Potente den Nabel umschnitten: Der Schnitt läuft einmal um ihn herum, die Haut daneben ist mit entnommen worden. Der Nabel selbst liegt nicht in dem Stück.
Das Wort Nabelverlagerung, das auch Dr. Potente benutzt, klingt, als würde der Nabel wandern. Er bleibt an seinem Platz. Der Ablauf:
Der Nabel hat danach neue Haut um sich herum und sitzt an derselben Stelle wie vorher.
Bei dieser Patientin war am Oberbauch nur mäßig viel Haut übrig. Dr. Potente hat sich deshalb gemeinsam mit ihr für eine rein horizontale Straffung entschieden: ein querer Schnitt über dem Schambereich, keine senkrechte Narbe.
Wann zusätzlich ein senkrechter Schnitt nötig ist, zeigt der Beitrag Bauchdeckenstraffung nach starkem Gewichtsverlust.
Welche Varianten es gibt und was sie kosten, steht auf der Seite zur Bauchdeckenstraffung.
„Der Nabel ist an Ort und Stelle geblieben, also das heißt, dass der Nabel auf der Bauchdecke bleibt.“
— Dr. med. Zeynep Potente
Hinweis: Dieser Fall ist ein individuelles Beispiel. Wie weit die Haut abgelöst wird, ob ein horizontaler Schnitt genügt und wie Nabel und Narben nach der Heilung aussehen, hängt von Ausgangsbefund, Gewebequalität und Heilungsverlauf ab und lässt sich nicht auf andere Patientinnen übertragen.
Nein. Wird auch oberhalb des Nabels gestrafft, schneidet die Ärztin ihn zwar rundherum aus der Haut, er bleibt aber mit der Bauchdecke verbunden und an seinem Platz. Die Bauchhaut wird über ihn nach unten gezogen und bekommt an der Stelle des Nabels eine kleine Öffnung, durch die er geführt und eingenäht wird.
Nein. Bei der kleinen Bauchdeckenstraffung wird nur die Haut zwischen Nabel und dem Schnitt über dem Schambereich gelöst und gestrafft, der Nabel bleibt unberührt. Umschnitten wird er, wenn auch die Haut oberhalb des Nabels gestrafft werden soll, also bei der großen und bei der vertikal-horizontalen Bauchdeckenstraffung. Welche Variante infrage kommt, zeigt die Untersuchung.
Ja, wenn der Nabel umschnitten wurde. Dort, wo er in die neue Öffnung eingenäht wird, entsteht eine kleine Narbe, zusätzlich zur queren Narbe über dem Schambereich. Sie verblasst im Lauf eines Jahres deutlich, verschwindet aber nicht vollständig.
Der Begriff klingt, als würde der Nabel bei der Bauchdeckenstraffung versetzt. Das wird er nicht: Er bleibt mit der Bauchdecke verbunden und sitzt danach an derselben Stelle wie vorher. Neu ist die Haut um ihn herum. Sie saß vor der Straffung weiter oben am Bauch und bekommt an der Stelle des Nabels eine kleine Öffnung, in die er eingenäht wird.
In einem persönlichen Gespräch untersuchen wir, wo und wie viel Haut übrig ist, und besprechen, welche Variante infrage kommt und welche Narben sie hinterlässt – unverbindlich. Beratung in Frankfurt und Oberursel, operiert wird in Oberursel.
Medizinisch geprüft von Dr. med. Zeynep Potente · Aktualisiert am 1. Oktober 2026