Recell- Behandlung

Was bedeutet Recell-Therapie?

(„Haut zum Sprühen“ ReCell®)

Bei der Recell-Therapie wird aus einem kleinen, am Körper entnommenen Hautareal eine Haut- Zellsuspension gewonnen, die in Form eines „Sprays“ auf das zu behandelnde Hautareal aufgetragen wird und zu einer Verbesserung des Hautbildes führt.

Gut behandelbar sind neben lichtgeschädigter und faltiger Haut insbesondere auch Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), hypopigmentierte Narben und Verbrennungsnarben.

Informationen zum operativen Eingriff:

Bei diesem Verfahren wird eine 0,2 bis 0,3 mm dünne 1 cm² bis 4 cm² große Hautschicht (Spalthaut) aus einem gesunden Areal, zum Beispiel hinter dem Ohr, Leiste oder Oberarminnenseite in örtlicher Betäubung entnommen.

Mit dem speziellen Verfahren ReCell® wird direkt im Operationsraum innerhalb von etwa 30 Minuten die Oberhaut (Epidermis) von der Lederhaut (Dermis) mit Hilfe einer Trypsin – Enzymsuspension getrennt. Aus dieser Grenzschicht werden Hautzellen, wie Pigmentzellen (Melanozyten), Keratinozyten, Fibroblasten etc. gewonnen und zu einer Zellsuspension verarbeitet, die in Form eines Sprays auf die zu behandelnden Hautreale aufgetragen wird. Die aufgesprühte Zellsuspension regeneriert daraufhin die Haut.

Das zu behandelnde Hautareal muß entsprechend vorbereitet werden. Um die Zellsuspension aufzunehmen muß eine blutende Wundfläche entstehen. Dies wird z.B. durch eine Dermabrasio (Abschleifen der Wunde) oder durch ein medical needling (punktuelle Blutung der Epidermis) erzielt.

Im Anschluss wird die verarbeitete Zellsuspension auf diese Stellen und die Hautentnahmestelle gesprüht. Mit einer entnommenen 1 cm² bzw. 4 cm² großen gesunden Hautoberfläche kann eine 80 cm² bzw. 320 cm² große Fläche behandelt werden. Die erste Hautschicht bildet sich innerhalb einer Woche. Die Repigmentierung zeigt sich in den folgenden Monaten.

Nach der Recell-Therapie

Während die Zellen anwachsen, schützen Verbände die Wunde. Ein Wechsel erfolgt nach fünf bis zehn Tagen. Insgesamt bleibt das Verbandmaterial rund drei Wochen und löst sich langsam ab. Eine direkte Sonneneinwirkung ist unbedingt zu vermeiden.

Praxisaufenthalt und Anästhesie:

Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden. Sie erfolgt mit einer leichten Betäubung, eventuell in Kombination mit einer Sedierung, bei der Behandlung größerer Flächen eventuell in einer kurzen Vollnarkose.